2011
07.07

Die Achse des Bösen!
Ein Statement Carl Emanuel Wolffs zeigt deutlich seine Einstellung zur Kunst: „Verschiedene Dinge sind ein Bild. Dazu können noch Sport, Märchen, Zigarren, Salat, Fleisch – was auch immer – kommen. Im Studium stellen wir die Behauptung ‚Kunst‘ in Frage und die Behauptung ‚Realität‘ auch.“GroßbildansichtErgänzend sagt die Kunsthistorikerin Karin Stempel über ihn: „Carl Emanuel Wolff thematisiert in seinem Werk, das vorrangig aus Skulpturen und Installationen besteht, die Frage nach dem tatsächlichen und ideologischen Ort der zeitgenössischen Kunst. Nachdem das Kunstwerk mit dem Beginn der Moderne und dem Anspruch auf Autonomie aus dienenden Funktionen entlassen und damit auch von vermittelnden Instanzen freigesetzt zu sein scheint, wie z.B. dem Hof und der Kirche, ist zunehmend Philosophie, ästhetische Theorie und Kunstkritik zur Bestimmung und Begründung von Kunst funktionalisiert worden.“ Das Ergebnis: Zwerge, die neugierig eine LKW-Achse betrachten. Knallermänner, die hochexplosiv sind. Fischhaufen aus Bronze. Ein Tier, groß wie ein Haus. Wildschweine, die Ihre Rotte suchen. Und dazwischen, wie auf einer Tuschezeichnung, ein Kirschbaum aus umwickeltem Baustahl. Carl Emanuel Wolff wird vom 8. Juli bis 2. Oktober in der Straßengalerie des LehmbruckMuseums ausstellen. Die Zwerge freuen sich, denn nicht nur der Künstler wird zur Eröffnung am 7. Juli um 19 Uhr zugegen sein, sondern auch das Schneewittchen. Der 1957 geborene Wolff studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschüler Gotthard Graubners. Heute lebt er in Essen und Dresden. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit hat er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Dresden inne.

© Fotos: Uwe Weber zeitraster.de

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